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Ursachen der erektile Dysfunktion

Warum ich? Sie sind nicht allein! Fast jeder fünfte Mann in Deutschland macht im Laufe seines Lebens einmal oder mehrfach diese Erfahrung. Die gewünschte Erektion bleibt aus. Erektionsstörungen nehmen mit dem Alter zu.

Erektile Dysfunktion (ED) kann viele Ursachen haben. In den meisten Fällen (ca. 80%) sind körperliche Ursachen für Erektionsstörungen verantwortlich.

DIE WICHTIGSTEN KÖRPERLICHEN URSACHEN

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Die häufigste Ursache für Erektionsstörungen ist die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die mit Erkrankungen des Herzens (koronare Herzkrankheit, KHK), Schlaganfällen und Bluthochdruck (Hypertonie) einhergehen kann und sich negativ auf die Durchblutung des Penis auswirkt. Vier von zehn Herzpatienten und 30 Prozent der Hochdruckpatienten haben Erektionsstörungen.

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus):
Viele Männer mit Diabetes mellitus leiden an Erektionsstörungen. Mehr als die Hälfte aller Diabetiker hat eine Erektionsstörung, und jeder vierte Mann mit Erektionsstörungen hat einen unerkannten Diabetes.

Operative Eingriffe:
Erektionsstörungen können nach Operationen auftreten, wenn dabei die Nervenbahnen oder die Blutversorgung des Penis in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann bei der Entfernung der Prostata (Vorsteherdrüse) und beim Enddarmkrebs der Fall sein.

Wirbelsäulenverletzungen:
Verletzungen der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfall, Querschnittslähmung) können zu bleibenden Erektionsproblemen führen.

Neurologische Erkrankungen:
Damit eine Erektion entsteht, müssen Nervensignale aus dem Gehirn an den Penis gesendet werden. Nervenkrankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Schlaganfall oder Tumoren können die Signalübermittlung stören.

PSYCHOLOGISCHE URSACHEN

Bei einem Teil der Patienten sind psychische Probleme die Ursache für Erektionsprobleme, vor allem bei jüngeren Männern. Dennoch spielt die Psyche im Zusammenhang mit der erektilen Dysfunktion (ED) eine geringere Rolle als in der Vergangenheit angenommen. Es ist eher anzunehmen, dass eine körperliche bedingte erektile Dysfunktion zu psychischen Problemen führen kann.

Mögliche psychische Faktoren können sein:

  • Angst, Hemmung
  • Depressive Erkrankung
  • Leistungsdruck, Stress
  • Schuldgefühle
  • Partnerschaftsprobleme
  • Persönlichkeitskonflikte

Bei jedem Patienten muss daher eine gründliche Abklärung der Ursachen der Erektilen Dysfunktion (ED) erfolgen.

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